Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

» Wir verteidigen Sie gegen den Vorwurf der Fahrerflucht «

Strafverteidigung bei Fahrerflucht


Viele Autofahrer kennen diese Situation: beim Ausparken hat man ein anderes Auto kurz berührt. Man steigt aus und vergewissert sich, dass kein Schaden entstanden ist. Anschließend setzt man seine Fahrt fort. Ein paar Tage später flattert eine polizeiliche Vorladung ins Haus, in der man mit dem Vorwurf der Unfallflucht konfrontiert wird.

Daneben gibt es auch die Situation, in der man tatsächlich einen Unfall oder zumindest einen Schaden verursacht hat. Die Gründe, weshalb sich Autofahrer in einer solchen Situation dann aus dem Staub machen, sind vielfältig. Der eine ist einfach mit der Situation überfordert, der andere ist vielleicht alkoholisiert. Der Dritte hat mitunter gar keinen Führerschein.

Die Anwälte unserer Kanzlei für Strafrecht in Hamburg verteidigen Sie, wenn Ihnen Polizei oder Staats­an­walt­schaft vorwerfen, eine Fahrerflucht begangen und sich unerlaubt vom Unfallort entfernt zu haben.

Was ist eigentlich Fahrerflucht?


Gesetzlich ist die Fahrerflucht in § 142 Strafgesetzbuch (StGB) geregelt. Während die Fahrerflucht auf Amtsdeutsch "unerlaubtes Entfernen vom Unfallort" heißt, wird sie im allgemeinen Sprachgebrauch auch Unfallflucht oder Verkehrsunfallflucht genannt. Im Ergebnis meinen alle Begriffe aber dasselbe. Es muss ein Unfall im Straßenverkehr passiert sein und der Unfallbeteiligte muss sich daraufhin unerlaubt vom Unfallort entfernt haben.

Der Unfall im Straßenverkehr


Zunächst muss ein Unfall passiert sein. Ein Unfall liegt im Regelfall dann vor, wenn mit dem Kraftfahrzeug ein Sach- oder Personenschaden verursacht wurde. Auf die Höhe des Schadens kommt es dabei nicht an. Auch ein kleiner Kratzer beim Ausparken ist schon ein "Unfall" im Sinne von § 142 StGB.

Der Unfall muss sich darüber hinaus im öffentlichen Straßenverkehr ereignet haben. Zum öffentlichen Straßenverkehr gehören alle Flächen, die für die Allgemeinheit frei zugänglich sind. Hierunter fallen also auch Parkhäuser und Parkplätze von Supermärkten. Nicht zum öffentlichen Straßenverkehr gehören dagegen Firmenparkplätze oder Grundstücke, die nur von einem fest eingerenzten Personenkreis benutzt werden (z. B. Mitarbeiter).

Der Unfallbeteiligte


Eine Fahrerflucht kann nicht nur der Fahrer des Kraftfahrzeugs begehen. Das Gesetz verwendet nämlich ausdrücklich nicht den Begriff "Fahrer", sondern richtet sich an jeden, der zu dem Unfallgeschehen beigetragen haben kann (z. B. Beifahrer, der dem Fahrer ins Lenkrad greift).

Entfernen vom Unfallort


Zuletzt muss sich der Unfallbeteiligte vom Unfallort entfernt haben. Dies ist immer dann der Fall, wenn er trotz Unfall weiterfährt, sich zu Fuß aus dem Staub macht oder sich versteckt. Das Gesetz verpflichtet ihn nämlich dazu, am Unfallort zu verbleiben und unter anderem seine Personalien anzugeben. Erst wenn er dies getan hat, darf er den Unfallort verlassen.

Wartepflicht


Ist keine andere Person am Unfallort anwesend, kann der Unfallbeteiligte folglich auch nicht seine Personalien angeben. Er darf den Unfallort jedoch nicht sofort verlassen, sondern muss eine angemessene Zeit vor Ort warten. Erst wenn nach dieser Wartezeit immer noch niemand aufgetaucht ist, darf er den Unfallort verlassen. Er muss dann jedoch umgehend dafür sorgen, dass seine Personalien festgestellt werden. Wie dies dann konkret erfolgt, ist eine Frage des Einzelfalls. Denn einem alkolisierten Fahrer ist nicht zu empfehlen, zum nächsten Polizeirevier zu fahren, um dort seine Personalien anzugeben.

Ich habe einen schweren Unfall ver­ur­sacht und bin ab­ge­hau­en!


Wenn Sie einen Unfall verursacht haben und anschließend vom Unfallort geflohen sind, sollten Sie einen Anwalt für Strafrecht in Hamburg oder in Ihrer Nähe kontaktieren. Insbesondere wenn durch den Unfall ein hoher Sachschaden entstanden ist oder eine Person verletzt wurde, sollten Sie dies schnellsmöglich tun. Gleiches gilt, wenn Sie alkoholisiert waren oder unter Drogeneinfluss standen. Zögern Sie nicht, uns anzurufen. Es ist unsere Aufgabe, Ihnen juristischen Beistand zu gewähren.

Ich habe eine polizeiliche Vorladung erhalten


Mitunter haben Sie eine polizeiliche Vorladung in Ihrem Briefkasten vorgefunden, in der man Sie beschuldigt, sich unerlaubt vom Unfallort entfernt zu haben. Sie werden darin in der Regel dazu aufgefordert, Ihr Fahrzeug bei der Polizei vorzuführen und zu einer Vernehmung zu erscheinen.

In einem solchen Fall sollten Sie ebenfalls unverzüglich einen Strafverteidiger in Hamburg kontaktieren. Sie sollten auf keinen Fall eine Aussage machen - auch wenn Sie sich sicher sind, dass Sie versehentlich und zu Unrecht beschuldigt werden. Sie erreichen unsere Kanzlei unter der Telefonnummer 040 - 228 535 590.

Was Sie bei einer Vorladung als Beschuldigter noch alles beachten sollten, können Sie auf der Seite polizeiliche Vorladung nachlesen.

Welche Strafen und Konsequenzen drohen mir?


Je nach Schwere des Unfalls und der Tat drohen folgende Strafen und Konsequenzen:

Gerne können Sie sich jederzeit an unsere Kanzlei für Strafrecht in Hamburg wenden. Die Kontaktdaten dazu finden Sie in der linken Spalte. In der Regel erhalten Sie noch am selben Tag einen Termin bei einem unserer Strafverteidiger.