Die Untersuchungshaft (U-Haft)

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Die Untersuchungshaft


Besteht gegen den Beschuldigten ein dringender Tatverdacht, kann es passieren, dass der zuständige Ermittlungsrichter einen Haftbefehl erlässt und der Verdächtige in Untersuchungshaft genommen wird. Nicht selten passiert dies vorschnell oder zu Unrecht.

Wie wir bei U-Haft helfen können


Als Rechtsanwälte und Strafverteidiger in Hamburg verteidigen wir Sie oder Ihren Angehörigen bei Festnahme und Untersuchungshaft. Unverzüglich leiten wir die notwendigen Schritte ein. Hierzu gehört ggf. die Einlegung einer Haftbeschwerde beziehungsweise die Durchführung einer Haftprüfung.

Sie erreichen unsere Kanzlei für Strafrecht unter der Telefonnummer 040 - 228 535 590.

Wann kommt man in Untersuchungshaft?


Neben dem dringenden Tatverdacht muss ein sogenannter Haftgrund vorliegen, damit eine Person in Untersuchungshaft genommen werden darf. Die bekanntesten Haftgründe sind die Fluchtgefahr und die Verdunkelungsgefahr. Ebenso darf die Untersuchungshaft angeordnet werden, wenn zu befürchten ist, dass der Verdächtige weitere gleichgelagerte Straftaten begeht und damit Wiederholungsgefahr besteht.

In der gerichtlichen Praxis ist es leider an der Tagesordnung, dass insbesondere eine Fluchtgefahr vorschnell angenommen wird. Manchmal scheint es, der eigentliche Zweck der angeordneten Untersuchungshaft sei vielmehr eine Vorabbestrafung oder solle die Aussagebereitschaft fördern. Denn manch ein Beschuldigter entschließt sich unter dem Druck der Untersuchungshaft zu einem vorschnellen Geständnis - was er hinterher meist bitter bereut.

Maximale Dauer der Untersuchungshaft


Eine absolute Höchstdauer der Untersuchungshaft gibt es nicht. Gesetzlich ist lediglich geregelt, dass die Untersuchungshaft (U-Haft) nur dann länger als sechs Monate dauern darf, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (z. B. besonders umfangreiche oder komplizierte Ermittlungen). Ein solcher Grund findet sich für die Gerichte in der Praxis immer. Anerkannt ist aber, dass die Anforderungen an den wichtigen Grund mit der Dauer der Untersuchungshaft immer höher werden. Schließlich gilt im Strafrecht die Unschuldsvermutung.

Untersuchungshaft und Besuch


Zwar hat ein Untersuchungsgefangener ein Recht auf Besuch, jedoch ist dieses Recht sehr begrenzt. Im Regelfall beträgt die Besuchsdauer nur zwei Stunden im Monat. Die Einzelheiten werden jedoch von der Haftanstalt geregelt. So darf der Gefangene bei Untersuchungshaft in Hamburg alle 14 Tage für jeweils eine Stunde Besuch empfangen. Zu einem Besuchstermin in der Untersuchungshaftanstalt Hamburg dürfen maximal drei Personen (inklusive Kinder) gleichzeitig kommen.

Möchten Sie einen Angehörigen oder Bekannten in der Untersuchungshaft besuchen, brauchen Sie mitunter eine Besuchserlaubnis. Das zuständige Gericht erteilt Ihnen auf Antrag einem solchen Sprechschein. Gerne sind wir Ihnen dabei behilflich.

Ermittlungsrichter, Untersuchungsrichter, Haftrichter


Der Begriff Ermittlungsrichter bezeichnet den Richter, der vor Erhebung der Anklage für den Erlass des Haftbefehls und die Anordnung der Untersuchungshaft zuständig ist. Daher wird er umgangssprachlich auch Haftrichter oder Untersuchungsrichter genannt.

Der Untersuchungshaftbefehl


Besteht gegen den Täter ein dringender Tatverdacht und liegt beispielsweise eine Flucht- oder Verdunkelungsgefahr vor, erlässt der Ermittlungsrichter einen förmlichen Haftbefehl. Darin wird die Untersuchungshaft angeordnet. Deshalb wird er auch Untersuchungshaftbefehl genannt wird. Neben dem Untersuchungshaftbefehl gibt es noch weitere Haftbefehle, wie den Unterbringungsbefehl oder den Vollstreckungshaftbefehl.